Schüsskes Köln
Eigentlich wollte ich ja gestern ein letztes Posting aus Köln machen. Hat irgendwie nicht geklappt, aber wenigstens bin ich formschön umgezogen. Ich war noch einmal mit dem Frl. K. Sushi essen, war noch mal Kaffee trinken, und war zum ersten und letzten Mal in dem Starbucks am Friesenwall und hab mir einen Milchkaffee mit Sojamilch bestellt. Das war das zweite Mal überhaupt, dass ich in einem Starbucks war, denn ich mag solche Läden irgendwie nicht. Kaffee Latte mit Sojamilch ist allerdings ein schwerwiegendes Argument für Starbucks. Aber egal, in Soest gibt es ja keinen Starbuckladen. Abends, als dann das Auto vollgepackt war, die Schlüssel abgegeben und ich nicht einen wehmütigen Blick zurückgeworfen hatte, bin ich zum letzten Mal die Strecke gefahren, die ich jetzt etwa dreieinhalb Jahre nach Hause gefahren bin:
Vorbei am Neumarkt, bei Peek&Cloppenburg auf die schrottige Schlagloch-NordSüdfahrt, vorbei an der Polizei, vorbei an meinem alten Viertel beim OLG und ab auf die Zoobrücke. Von der aus man abends im Dunkeln einen fantastischen Blick auf Köln hat, übrigens: Linker Hand die Weltkugel von H.A. Schult auf irgendeinem Versicherungsgebäude, rechter Hand die Altstadt mit Dom, Hohenzollernbrücke und der kompletten Uferpromenade. Dank des vom Bruder geliehenen Autos mit CD-Radio rät mir Shirley Manson ‘Run, Baby Run!’ und später auf der Autobahn brüllt mich Beth Ditto aus den Boxen an. Und ich? Ich sitz im Auto, grins mir eins und denk, in Anbetracht der Wohnsituation in den letzten dreieinhalb Jahren: Sayonara, Baby!
Neuer Lebensabschnitt, neues Glück! Alles Gute dafür!
(Und endlich wieder näher dran an ordentlichem Bier, woll?)
Kirsten, Danke! Das hat so unglaublich viele Vorteile hier: besseres Bier, kaum Lärm (nagut, dafür Mücken), Familie nah bei, Freunde nah bei, kein Ungeziefer, keine nervigen Mitbewohner, immer einen Parkplatz (YES!), kein Pendeln mehr zwischen zwei Wohnungen…ach, das ließe sich beinahe endlos fortführen. Aber immerhin: das gescheite Bier hab ich gestern schon mit meinem Bruder in aller Ruhe auf der Terrasse getrunken :-)
Haha, auch am Pfingstmontag früh schon am Rechner? ;-)
Oh ja. Parkplätze – herrlich. Wobei ich da in HH auch günstig wohne. Und ohne Mitbewohner, yeeha!
Ich verlasse das gastliche Land heute wieder und freue mich trotz Dortmunder Kronen schon wieder auf das Astra, das ich noch im Kühlschrank liegen hab. :-)
Naklar, seit ich durchschlafen kann, weil niemand rumlärmt, bin ich etwa drei Stunden früher wach als sonst. Kannte ich gar nicht mehr, das Gefühl, ausgeschlafen zu sein.
Parkplätze Kölner Innenstadt? 45 Minuten im Veedel rumfahren, bis ein anderer wegfährt: keine Seltenheit. Wird mir bestimmt auch mal fehlen, weil eben alles umme Ecke war und ich das Auto eh nur alle zwei Wochen und wenn ich faul war brauchte, aber im Moment freu ich mich noch an den Vorteilen. Und: Potts. Direkt aus dem Kühlschrank, mit Beine hoch auf der Terrasse. Hach. :-)
Jetzt bin ich doch ein wenig neidisch. ;-)
Vielleicht sollte ich erstmal frühstücken gehen und mich an den gedeckten Tisch setzen – das vorerst letzte Mal. :-)
Wünsche frohe Pfingsten!
Kirsten, Dir auch noch Frohe Pfingsten und eine gute Heimreise!!
Den gedecken Tisch werd ich jetzt auch aufsuchen. Mein Dad hat grade die Trillerpfeife benutzt, das heißt: Jetzt aber zackzack…
Die letzte Fahrt als (Wahl-)Kölnerin aus der Domstadt heim in die Provinz machte mich damals schon ein wenig wehmütig- auch wenn etwas Neues, Spannendes vor mir lag. Und heute weiß ich, dass ich mich hier wohlfühle und hier heimisch bin, aber Köln war auch Zuhause und fühlt sich bei Besuchen auch immer noch so an. Hach..
chillmumm, ich bin nur froh, dass ich da, wo ich gewohnt hab, nicht mehr wohnen muss. Köln hatte auch seine netten Seiten, aber ich hab das in den letzten anderthalb Jahren nur noch als anstrengend und nervig empfunden. Vielleicht zieh ich ja mal wieder hin, wer weiß das schon, aber dann weiß ich zumindest, welche Wohngegenden ich meiden muss.