Mal so, mal so. Alles in allem aber: Super!
Ist nicht viel los hier in den letzten Tagen, ich weiß. Seht es mir nach, ich muss mich erholen. Mir stecken mehrere Jahre Studium mit ein bis drei Jobs, zum Ende hin geradezu unerträglicher Wohnsituation und chronischem Geldmangel, und damit meine ich nicht, dass ich mal ein Jahr nicht in den Urlaub fahren konnte, in den Knochen und im Kopf. Ich muss mich erholen, Kraft tanken, Energie sammeln, meinen Geist neu beleben und mich erholen, mich bemuttern lassen (jaja, ich weiß! Aber: Wer hat, der hat, und ich sag euch: Liebt eure Mamas! Los geht hin und sagt ihr: „Danke!“ und „Ich hab Dich lieb!“ Jetzt sofort: Wer weiß, wie lange ihr das noch könnt) und ein paar Tage den lieben Gott ‘n guten Mann sein lassen. Gefeiert hab ich natürlich auch, aber dabei ist der letzte Drops noch nicht gelutscht, denn wenn ich mich erholt habe, werde ich nochmal die Sau rauslassen. Bestimmt. Und dann mit noch mehr Kawumm, denn dann bin ich ja erholt und ausgeruht.
Nebenbei schreibe ich Bewerbungen, bereite mich darauf vor, mich mit VHS-Kursen über Wasser halten zu müssen, überarbeite meine Magisterarbeit, denn die wird in den Bibliotheksbestand verschiedener Organisationen und Einrichtungen eingehen, ordne meinen Studienkram, der etwa 8 Regalmeter mit Ordnern und nicht annähernd soviel mit Büchern umfasst, sträube mich noch dagegen, etwas wegzuwerfen, obwohl ich ja doch denke: Wofür bitte brauchst Du denn die Unterlagen zur Einführung in das Altgotische oder über die Altsächsische Schöpfungsgeschichte noch? Keine Ahnung. Ich kann mich noch nicht trennen, genausowenig, wie ich je ein Buch wegwerfen könnte. Dann kraule ich zwischendurch The O am Bauch und lasse mich dafür von ihm hauen, gehe mit dem Hund ein paar Kilometer, und bin insgesamt irgendwie froh, hier zu sein, irgendwie vermisse ich aber auch die Stadt. Dann wieder stelle ich fest, dass ich, die es in Köln ganz unerträglich und unzumutbar fand, ohne mp3-player-Stöpsel in den Ohren auch nur einen Schritt vor die Tür zu gehen, genau das hier nicht ertrage. Gehe ich hier los und der Hund läuft mal neben mir, mal drei Meter weiter weg, mal saust er übers Feld und jagt irgendwelche Schmetterlinge, empfinde ich Musik in den Ohren, die mich ja sonst auf Schritt und Tritt begleitet hat, als Lärmbelästigung. Hier hat alles seine Zeit und seinen Ort.
Zwischendurch vernetze ich mich, bin total überfordert mit Xing, aber schon eingeladen worden, der örtlichen Hochschulgruppe beizutreten. Genauso überfordert bin ich mit Facebook (What the Hell is Poken?), freu mich aber auch wie blöde, auf diese Weise mit ein oder zwei hochgeschätzten Blognachbarn und ehemaligen Studienkollegen und sogar Verwandtschaft wieder mehr Kontakt zu haben. Dann freue ich mich wahnsinnig über eine nette Email, mit der ich im Leben nicht gerechnet hätte und denk mir: Mehr davon, unbedingt! Mehr Freude durch nette Gesten, mehr nette Worte, mehr Austausch, mehr Höflichkeiten, mehr Wertschätzung ausdrücken und empfangen. Ich bin für mehr Nettigkeiten, grade auch zum Vergeben. Da vergibt man sich doch nix!
Ihr seht: Mal so, mal so, alles in allem aber super. Nur erholen muss ich mich noch. Also: Bissi Tage mal wieder!
Dann wünsche ich Dir eine ruhige Zeit, in der Du ordentlich Kraft tanken kannst. Ich kenne diese Umbruchphase nur zu gut…
Ich bin da unbesorgt :)
chilibean, Danke! Die brauche ich auch, das letzte Stück Studium war ein echter Kraftakt, aber das ist wohl immer so. Ich freu mich auch auf was Neues!
Ach, Kaal, da hast wenigstens Du mir was voraus! Aber Danke, das macht Mut!
XING hiess mal OpenBC – das erklärt wohl alle unzulänglichen Verständlichkeiten. Ausserdem hatt’sch unlängst einen Englisch-Nativen hier, der lachte und meinte, das hiesse nicht „xing“ sondern „crossing“. Und recht hatter… wie jedwede Person zustimmen wird, die mal im Amiland per Karre unterwegs (nicht meinereiner)
Faceboob meint mit POKEN „grabschen“.- wohin auch immer. (Okeh – die nichtsodraufseienden wollen es gerne als „stupsen“ verstehen tun. Aber (um den Bauwerker der Nachbarschaft von heute mittag zitieren zu tun: „Heh? Hallo? Hier, hallohhhhh?!!!!“
Altsächsische Schöpfungsgeschichte beantwortet die Fragen, die XING&FB-Nutzer nicht beantwortet wissen wollen. Deswegen eben auch und oder interessante Fragen. Mehr darüber….
… erwünscht!
*schmunzel
… wobei mich gerade die Überlegung am umtreiben tun ist… zu lesen zu bekommen… „Mademoiselle Scholli was tagged in a photo taken hours past midnight at a party, when she lutschte the last drop… “
… makes me sinking of connecting to you in that virtual sociality ;-)
Per Karre in Amiland unterwegs – oh. Da war doch mal was… Moi ist schuldig wie die Sünde. Muss aber zur Verteidungung sagen, dass ich…öhm… Nee, nix. Fällt mir nix ein. Schuldig, schuldig. Wird Zeit, dass ich das wieder auffrische mit der Fahrerei da. Joa, und Facebook, ich hab mich ja lange gewehrt, genau wie bei dem Twitterkram. Ist irgendwie nicht so ganz meine Welt, XingDing, Twitteringding und Fackbook.
Und über die Altsächsische Schöpfungsgeschichte muss ich jetzt doch noch mal nachdenken. ;-)
Als ob es da nicht schon Fotos geben würde…Never ever werden die irgendwo zu sehen sein, nie-mals nicht! Alle unter Verschlusss, hoffe ich doch… ;-)
… nun, denn wird Meinereiner doch wi(e)dersteh’n tun, Euch eine Einladung zu FaceBoob schicken zu tun…
… nee, im Ernst: you can’t get avoided of being tagged whereever you don’t wanna to…
… das Prinzip ist im Ansatz leicht denunziatorisch: irgendwer, der dich kennt, war mit dir irgendwo, findet das süss, sich und dich im Foto, dass er posted nicht nur zu zeigen sondern auch namentlich zu nennen…
… und ich bin nach wie vor ent-rückt&be-zückt, was Menschen dort alles von sich preisgeben tun… unwillentlich.
Aber ich bin ja auch irgendwie alt-modisch. Was das angeht.
Ich sitz auch lieber altmodisch bei ‘nem Kaltgetränk der jeweiligen Wahl mit den Leuten zusammen und amüsier mich, hab aber bei fb jetzt schon Kontakte wieder aufgefrischt. Man wohnt ja auch nicht immer so nah beieinander, und naja. Aber ich bin auch immer wieder erstaunt, was die Leute da so rauslassen, das käme mir niemals in den Sinn, mich und mein Privatleben so zu entblößen. Ist ja eine Sache, ob man mal einen Link postet, Grüße irgendwo lässt oder ob man online alles raushaut, was einem in den Sinn kommt. Ich lese übrigens grade, weil ich ja jetzt endlich Zeit dafür habe, Richard Sennetts ‘Verfall und Ende des öffentlichen Lebens – Die Tyrannei der Intimität’, bin aber auch noch nicht schlauer. Hab aber auch grade erst damit angefangen… ;-)
.. ist mir noch unbekannt gewesen (Richard Sennetts ‘Verfall und Ende des öffentlichen Lebens – Die Tyrannei der Intimität’) – obwohl mich gerade auch geldverdientechnisch der ganze Bereich der Medialitäten nicht nur privat interesiert…
… danke für den Hinweis. In diesem – groberen – Kontext ein Buchtipp meinerseits „Consumer Kids – How big business is grooming our children for profit“ von Ed Mayo & Anges Nairn – über amazon.co.uk erhältlich. Verehrteste, glaubt es oder glaubt es nicht – es ist die erste Veröffentlichung über KiZZ und Prä-AdultZZ, die sie aus der Konsumentensicht beschreibt. Allen Millionen, die in soziologisch-empirische Kinder&Jugend-Meinungsforschungsprojekte bislang geflossen sind…
… incroyable, n’est pas?
.. ähem, eigentlich sollte da geschrieben stehen… „allen Millionen zum Trotz“.
naja…
Gern geschehen! Ich hab irgendwann an der Uni mal ein Seminar über Mediensozialisierung gemacht, but shame on me, es war ein Oberseminar, ich musste keinen Schein machen und hab nicht wirklich gut mitgearbeitet. Ich kann Dir aber gerne die Literaturliste zukommen lassen, Sennett allerdings lese ich jetzt zum ehhh, was war das gleich? achja, Vergnügen.
Und tja, unglaublich, aber nicht überraschend, denn es ist ja das Geld der Eltern, welches fließt, wieso sollte sich also jemand wirklich für die Kids interessieren…
… naja… die Passagen darüber, was die Kiddies mit ihren Barbie-Puppen tun, nachdem sie marketingtechnisch getrieben erstmal die xxxx-te gekauft haben…
… zum weg-schmunzeln ;-)
Und für jeden „brähhnd-määänättschär“ so was von einen vor den Latz
*schmunzel
Das sollte ich dann wirklich mal lesen… ;-)
„Unzivilisiert ist es, andere mit dem eigenen Selbst zu belasten.“
(aus: Sennett siehe oben – ohne damit dezent darauf hinweisen zu wollen, es schon gelesen zu haben….äh…zum Vergnügen)
Dabei muss ich immer ans Bahnfahren denken…..
Viel Spaß beim…..äh…..freiwilligen….öhm…. Lesen!
Agent K.! Und ich weiß auch noch genau, an wen ich bei genau diesem Zitat immer denken musste! Es ist mir eine Freude zu erwähnen, dass es immerhin Dein Buchtipp in Form vieler schöner Zitate war, für den ich das Birthdaybunny-Büchergutscheinheft letztes Jahr auf den Kopf gehauen habe. Und jetzt erst komm ich zum Lesen. Schande, echt!