52 Songs/17 – Kneipe/Bar

Lege ich mal das Posting für Kneipe/Bar nach? Sicher doch!

Ich kann ja unumwunden zugeben, dass das meiner akuten Schlaflosigkeit geschuldet ist, was macht man nicht alles, wenn man sich den Biorhythmus kaputtgefeiert hat und sich des Nachts nun langweilt? Eben. Kneipe/Bar also.  Es gibt da eine Kneipe in unserer kleinen Stadt, die ich mehr oder weniger häufig, immer dem jeweiligen Wohnort angepasst, frequentiere, und das seit Jahren, was red’ ich denn da, Jahrzehnten schon. Der Laden ist dreckig, naja, ok, früher war schlimmer, heute sind ja leider nur noch die Decken im Mädelsklo vollgemalt, aber früher, ich sag euch, da sah die Sache anders aus, und zu Hause Pipi machen war, wenn auch nicht immer möglich, aber dennoch angebracht. Heute geht man aber gerne da auf Klo, wie man hier so schön sagt, mal eben pischern, was besprechen oder auch nur für ein paar Minuten eine Sitzgelegenheit wahrnehmen.  Also alles kein Problem, damals wie heute nicht. Der Laden ist laut. Sehr laut. Und klein. Sehr klein. Die Thekenmannschaft macht Ansagen wie: Ma alle schön nur auf der Stelle hüpfen, so wie wir das gelernt haben, dann is allet gut hier! Oder: Gläser! Aber zackig! Oder: Es ist 12, dat Junggemüse geht jetzt brav nach Hause! Es gibt ordentliches Bier und kein Warsteiner. Und der Schlußpfiff morgens um 6 oder um 7 oder je nach dem, wie die so drauf sind hinter der Theke, hat sich seit 20 Jahren nicht geändert. Es wird unter Garantie mit mehr ohne als mit mehr mit Würde gefeiert; wer hingeht und sich morgens um vier über eine Bierdusche beschwert, der ist selber schuld. Es wird getanzt und sich beim Reden angeschrien, es gibt die fiesesten Drinks und mit neumodischem Kram wie Cocktails, die mehr als zwei Zutaten und mehr Platz brauchen als ein Schnapsglas, brauchste den Jungs am Zapfhahn gar nicht erst ankommen, außer man will 43er mit Milch. Alles sehr kommod, meist ohne Stress, man kommt mit klingelnden Ohren, ausgefeiert und ungestresst nach Hause. Nicht umsonst heißt das über genau die Kneipe bei uns immer: Is wie bei muddern, nur lauter.

9 comments
  1. Ich glaub, von denen hab ich immer noch ‘nen Pin am Revers. ;-) Darf man dat eigentlich als Lippstädterin? Egal. Hier oben kennt mich ja keiner.

  2. Scholli said:

    Da darf man fast alles, Kirsten. :-) Beim nächsten Mal machen wir den Schlusspfiff mit, nech…

  3. Da muss ich aber vorher für trainieren …

  4. Scholli said:

    Nicht doch. Und Angst haben musst Du auch keine ;-)

  5. NixZen said:

  6. Scholli said:

    Ohje.

  7. NixZen said:

    Ohja

  8. Also Moment würde ich das formmäßig nicht schaffen. ;-)

  9. Scholli said:

    achwatt. ;-)

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