Nicht nur, dass die neue Nachbarin komisch aussieht (erzählt mir nix! Leute, die gestreiftes Tüdelüt zu pinken Buchsen, platinblond gefärbter Zweifrisurenmatte [so 'ne Art Fokuhila mit vorne und rundrum irgendwie säbelig kurz und hinten unten aber doch wieder lang] und gepunkteten Tüchlein an maritim gestreifter Handtasche sehen komisch aus. Aber eher so mitleidskomisch, nicht komischkomisch), sie hat hier im Haus auch schon groß gepunktet.
Kein Wunder, wer seinen Umzug hauptsächlich nächtens abwickelt, inklusive Getrappel im Flur, Hämmern, Bohren, Sägen und ein bisschen Nageln, mit dem innendrin vollgemüllten aber außen blitzeblanken Mercedes drei Parkplätze belegt (das geht. Quer! Man muss sich nur ein bisschen anstrengen) auf einem Parkplatz, der eh schon schätzungsweise 15 Plätze zu wenig hat und den auch die feierwütigen Ortskundigen gerne nutzen um kostenlos das Auto abzustellen und der sowieso und immerzu ein Ärgernis darstellt, den Müll konsequent neben die Tonnen wirft, so dass man aufpassen muss, nicht auf Müll oder Nagetiere zu treten, wer auch gerne nächtens bei offener Wohnungstüre gerne lautstark streitet, telefoniert oder vögelt (man munkelt, dass die Türe auf war, andernfalls… Mann, die hat ein Organ!) der… naja, kann das Ganze krönen, indem er einem die Hautür vor der Nase zuschließt, wenn man grade mit Kuchenplatte, Handtasche, Kaffeekanne, Schlüsseln und Post jonglierend ins Haus will.
Na, herzlichen Dank und auf gute Nachbarschaft!
