Na denn.

Nicht nur, dass die neue Nachbarin komisch aussieht (erzählt mir nix! Leute, die gestreiftes Tüdelüt zu pinken Buchsen, platinblond gefärbter Zweifrisurenmatte [so 'ne Art Fokuhila mit vorne und rundrum irgendwie säbelig kurz und hinten unten aber doch wieder lang] und gepunkteten Tüchlein an maritim gestreifter Handtasche sehen komisch aus. Aber eher so mitleidskomisch, nicht komischkomisch), sie hat hier im Haus auch schon groß gepunktet.

Kein Wunder, wer seinen Umzug hauptsächlich nächtens abwickelt, inklusive Getrappel im Flur, Hämmern, Bohren, Sägen und ein bisschen Nageln, mit dem innendrin vollgemüllten aber außen blitzeblanken Mercedes drei Parkplätze belegt (das geht. Quer! Man muss sich nur ein bisschen anstrengen) auf einem Parkplatz, der eh schon schätzungsweise 15 Plätze zu wenig hat und den auch die feierwütigen Ortskundigen gerne nutzen um kostenlos das Auto abzustellen und der sowieso und immerzu ein Ärgernis darstellt, den Müll konsequent neben die Tonnen wirft, so dass man aufpassen muss, nicht auf Müll oder Nagetiere zu treten, wer auch gerne nächtens bei offener Wohnungstüre gerne lautstark streitet, telefoniert oder vögelt (man munkelt, dass die Türe auf war, andernfalls… Mann, die hat ein Organ!) der… naja, kann das Ganze krönen, indem er einem die Hautür vor der Nase zuschließt, wenn man grade mit Kuchenplatte, Handtasche, Kaffeekanne, Schlüsseln und Post jonglierend ins Haus will.

Na, herzlichen Dank und auf gute Nachbarschaft!

Wenn eine eine Wohnung sucht…

… dann kann sie was erleben.

Die Wohnung, das corpus phantasticum: 3 Zimmer Altbau, 69m2, Wohnküche mit frei stehendem Küchenblock, Balkon UND Loggia, Innenstadtlage. Kaltmiete: sehr annehmbare 300 Euro, Nebenkosten: weniger annehmbare 170 Euro.

Die Wohnung, das corpus delicti: Wohnküche mit frei stehendem Küchenblock, die in ein Wohnzimmer überging, welches in ein mittels Milchglasschiebetüren abgetrenntes Schlafzimmer überging, kein Balkon, keine Loggia, dafür überall, selbst in der Küche billigstes Laminat. Ein abgeranztes Badezimmer mit kaputten Fliesen und Uraltinstallation. Altbaucharme eben, wie mir erklärt wurde.

Ein Makler, der allein die Frage nach der Zusammensetzung der Nebenkosten als Zumutung empfand. Das Gespräch zwischen dem derzeitigen Mieter und einer anderen Interessentin über die Höhe der Ablösesumme für die Küche, die zwar einen freistehenden Küchenblock im Zentrum hatte, ansonsten aber nix mit der inserierten Wohnung zu tun hatte, war wohl doch interessanter. Immerhin konnte man dort den derzeitigen Mieter bei seiner Forderung von 2000 Euro für eine sechs Jahre alte, aus Ytongsteinen zusammengemauerte Küche unterstützen, statt an anderer Stelle zugeben zu müssen, nicht zu wissen, wie die Heizung betrieben wird oder ob die Treppenhausreinigung und TV-Anschlüsse in den Nebenkosten enthalten sind.

Ich such dann mal weiter, nech. Nur ohne Makler, speziell ohne diesen einen. Vielleicht aber kriegt er am Ende den Preis für Erfindungsreichtum.

Gjezz ma ällich…

… beim Sender, mit dem man angeblich besser sieht:

wahlwatching

WAHLWATCHING???

Neee, Leute, so geht das doch nicht! Wahlwatching…Ich weiß spontan nicht, ob ich lachen oder weinen soll.

Aber achso: Nicht nur watchen am Sonntag!

Sondern auch Watschen, und zwar ab-! Wahlwatsching, das gefällt mir jetzt doch wieder!