Hab ich! Und zwar hier.
Vorherrschendes Gefühl für 2009? Abschluss und Aufbruch. Also Neuerung.
2008 zum ersten Mal getan? Im April ein Hasenkostüm getragen und darin jemanden vom Bahnhof abgeholt. Überhaupt als erwachsener Mensch ein Kostüm getragen. Wenn man das falsche Lächeln, dass ich früher im Job immer aufsetzen musste, nicht mitzählt. Desweiteren: Ohne Gewissensbisse fies zum Ex gewesen.
2008 nach langer Zeit wieder getan? Mich rundum wohl gefühlt. Glücklich gewesen.
2008 leider gar nicht getan? Geurlaubt. Das hat sehr weh getan, weil es schon das achte Jahr war, in dem ich keinen Urlaub machen konnte. Ich hoffe auf 2009.
Wort des Jahres? Fäkalologie. Ich kann nicht aufhören zu lachen und ich weiß, das ist jetzt ein saublöder Insider, aber trotzdem.
Zugenommen oder abgenommen? Zugenommen. Nächstes Jahr steht hier was anderes. Ischwör!
Stadt des Jahres? Soest. Eindeutig.
Alkoholexzesse? Ist das jetzt eine eigene Frage wert? Aber ja doch.
Haare länger oder kürzer? Länger. Und schwarz neuerdings.
Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Immer noch genauso kurzsichtig wie 2007. In jeder Hinsicht.
Mehr ausgegeben oder weniger? Mehr ausgegeben.
Höchste Handyrechnung? 40 Euro oder so.
Krankenhausbesuche? Wirklich nur Besuche. Aufenthalte habe ich 2008 mal ausgelassen.
Verliebt? Ehm, irgendwie jein.
Die schönste Zeit verbracht mit? Freunden
Die meiste Zeit verbracht mit? Außer mir selber? Keine Ahnung. 2008 war auch das Jahr des Alleinseins. War mal gut, mal bedrückend. Aber überwiegend gut.
Song des Jahres? Ich glaube der hier. Alt, aber treffend.
Buch des Jahres? Abschaffel von Wilhelm Genazino. Ganz klar. Viel anderes habe ich nämlich nicht lesen können, nur so zum Vergnügen. Und Abschaffel zu lesen ist ein Vergnügen. Ein kleines, feines hinterlistiges und gemeines Vergnügen, weil es nämlich nicht mal zum Lachen ist. Ich gebe jetzt hier einmalig einen Lesebefehl: Lest das!
TV-Serie des Jahres? Men in Trees. Boston Legal wird leider nicht mehr gezeigt, und Sendeplatz ist Sendeplatz, nech. Einmal reingeschaut und seitdem kaum eine Folge verpasst. Groß-artig! Und das sag ich, die sonst kaum einer Serie verfällt. Naja. Musste ja mal passieren.
Erkenntnis des Jahres? Geht doch!
Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können? Studiengebühren, die Erfahrungen aus dem letzten Job, Geschwätz und Geplapper.
Schönstes Ereignis? Oh Mann, ich weiß nicht. Ein einzelnes Ereignis herauszunehmen, ist zu schwer. Es gab ganz wunderbare Ereignisse 2008, unter anderem gab es mal den ein oder anderen Moment des absoluten Einklangs und der Zufriedenheit mit den Dingen, die ich aber nicht mit Situationen oder Daten in Verbindung bringen könnte. Nach einem absolut beschissenen Tag am nächsten Morgen einfach so mit einer geradezu unverschämt guten Laune wachzuwerden zum Beispiel.
2008 war mit einem Wort? Bescheiden.
Mehr Kohle oder weniger? Im Schnitt wohl mehr, aber die finanzielle Schieflage in 2008 war historischen Ausmaßes. Fazit: Öffentlicher Dienst: Nie wieder!
Die gefährlichste Unternehmung? Nichts da. Also nichts gefährlicheres, als mit einem 45 PS Corsa auf die A1 zu fahren.
Der beste Sex? Bitte? Hahaha, nee, echt, wie niedlich.
Die teuerste Anschaffung? Bildung.
Das leckerste Essen? Ich kann mich kaum entscheiden: Entweder die Rotbarbe mit Chili, grünem Spargel und Knoblauchöl im Trés Santi im Agnes oder dieses göttliche Steak mit Schalotten-Rotweinjus und Gratin letztens im Kislev. Ich glaube aber die Rotbarbe. Nein, eindeutig die Rotbarbe.
Die beste CD? Das wäre einen eigenen Post wert. Wenn es jetzt um Neuerscheinungen geht, muss ich enttäuschen, denn so viele neue CDs gab es dies Jahr für mich nicht. Wenn es um die Musik geht, die 2008 am häufigsten bei mir ins Ohr ging, dann wäre es wohl Seether mit One Cold Night.
Das schönste Konzert? Gar keins. 2008 stand im Zeichen der schmalen Börse, und auf Konzerte geh ich ohnehin eher selten. Größere Menschenmassen machen mich in der Regel auf eine beklagenswerte Weise aggressiv, so dass ich lieber zu kleineren Konzerten gehe, die in vollgestopften Pubs, bei denen ich den Hinterausgang benutzen darf, stattfinden. Die finden eigentlich immer genau dann da statt, wo ich grade nicht bin.
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? Mich als Magisterkandidatin anzunehmen. Hat funktioniert.
Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe? Da ich in diesem Jahr nicht viel verschenkt habe, war es wohl, dass ich auch ab und zu mal die Schnauze gehalten habe. Für manchen Zeitgenossen dürfte das ein echtes Geschenk gewesen sein.
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? Zuhören. Ich bin jemand, der bei persönlichen Dingen eher schweigt, bevor er sich lautstark Gehör verschaffen muss, deswegen weiß ich es zu schätzen, dass es Menschen in meinem Umfeld gibt, die einfach so mal zuhören. Ich betrachte das als Geschenk, weil Freunde, die so sind, ein Geschenk sind.
Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat? Ich mag Dich, wie Du bist, bleib so.
Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe? Ich weiß keinen. Echt nicht. Ich plapper ja soviel Unsinn, dass auch die schönen Dinge dabei untergehen können, und die Schönheit liegt doch immer im Auge des Betrachters. Ich bin sicher, ich habe 2008 auch mindestens einen schönen Satz gesagt, so fies bin ja nicht mal ich, dass ich ein ganzes Jahr nichts sagen würde, das jemand anders schön finden könnte. Vielleicht hab ich auch mal gesagt, dass ich jemandem gern hab oder so, aber ich weiß es ehrlich nicht mehr. Nette und schöne Dinge kommen einem doch so viel schwerer von den Lippen, als all das Fiese, das man so von sich geben kann, dass es eigentlich ein Vorsatz für 2009 sein könnte, mehr schöne Sätze ganz bewusst zu sagen.
Und sonst so? Ach, das übliche. Nichts besonderes, nech. 2008 habe ich manches dazugewonnen, mich von einigem verabschiedet, zum Beispiel habe ich den Blog, statt ihn einzustellen, an dieser Stelle weitergeführt, was definitv eine der besten Sachen überhaupt war. Einiges hat an Wichtigkeit verloren, einiges gewonnen. Der MiniMe begleitet mich immer noch, obwohl ich es gerne anders hätte, also entweder eine andere Form der Begleitung oder gar keine mehr, aber nun, jedes Ding hat seine Zeit und vielleicht ist das ja 2009. Wer weiß das schon so genau. In jedem Fall bin ich offener geworden, ein bisschen netter vielleicht. Aber eines steht fest, wenn ich 2008 rückblickend betrachte: Grade an dieser Stelle hier sind mir Menschen begegnet, die ich nicht mal persönlich kenne, denen ich aber eine Wertschätzung entgegenbringe, die persönliche Treffen in 2009 fast zur Pflicht werden lassen. Man wird sehen, und ich freu mich schon auf alles, was hier noch kommt. Ihr wisst schon!